Christian Eckl: Der Mann im Mond ist tot

Quelle: Verlag

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D 2014, Mitteldeutscher Verlag

Die europäische Weltraumbehörde ESA hat eine eigene Mondlandung auf die Beine gestellt. Doch die Überraschung ist groß, als eine Leiche auf dem Mond gefunden wird. Ein nackter Mann. Wie ist er dort hingekommen? Was war 1969? Haben Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Toten übersehen?

Der Journalist Stephan Teller wird „gebeten“, eigentlich mehr genötigt, der Sache nachzugehen. Der Präsident des BND persönlich möchte, dass er in der Angelegenheit recherchiert. Zu diesem Zweck stellt er ihm auch eine Assistentin bzw. eine Aufpasserin, Nina Speyer, zur Seite.  Die beiden machen sich eher unbedarft ans Werk und finden sich relativ bald in einem Mordsschlammassel wieder. Der BND möchte nach kurzer Zeit, dass sie ihre Recherchen einstellen, die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die die beiden aufsuchen, sind nicht gerade erfreut und finstere Russen versuchen sie umzubringen.

Ein Ausflug in die USA bringt sie des Rätsels Lösung auch nicht wesentlich näher, allerdings kostet er sie fast das Leben. Doch die Auflösung liegt praktisch vor der Haustür.

Der Thriller ist gut geschrieben. Die Gegenwart, die Recherchen von Teller und Nina Speyer, werden abgelöst von Rückblenden, die erklären, wer der Mann auf dem Mond eigentlich ist und wie er dorthin gekommen ist. Diese alte Geschichte ist sehr spannend. Dennoch ist das Ganze irgendwie zu glatt. Die beiden suchen eine Nadel im Heuhaufen, fliegen in die USA, und – tada – finden genau das, was sie suchen und haben auch keinerlei Schwierigkeiten, Interviews mit den amerikanischen Astronauten zu bekommen. Selbst ein Besuch im Raumfahrtzentrum in Houston bietet ihnen ohne Probleme die Möglichkeit, sich dort umzusehen. Wenn man die Amis kennt, weiß man doch eigentlich, dass sie geradezu paranoid sicherheitsbewusst sind. Na ja, es ist ein schmales Buch, da konnte der Autor vermutlich nicht mehr in die Tiefe gehen. Und Neil Armstrong wäre vermutlich nicht erfreut über diesen Thriller, wenn er noch lebte. Mal sehen, was Buzz Aldrin dazu sagt.

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